Motopädagogik - wozu brauchen das unsere Kinder

Statt einer Leistungs- und Produktorientiertheit, die häufig an den Bedürfnissen der Kinder vorbeigeht, setzen wir eine Erlebnis- und Persönlichkeitsorientierung, bei denen sich die Kinder spielerisch, frei und ungezwungen handeln, äußern und entwickeln können.

Motopädagogik ist ein Konzept der Persönlichkeitsbildung über motorische Lernprozesse, d.h. unser Medium ist die Bewegung. Durch die Bewegung erweitern Kinder jeden Alters, aber auch Erwachsene ihre Handlungskompetenz. Es geht bei der Motopädagogik nicht um Leistung, sondern das Bewegungsangebot steht immer unter einem persönlichkeitsentwickelndem Aspekt (z. B. Gleichgewichtsschulung, Sozialerfahrung-Gruppenarbeiten, Materialerfahrung usw.). Bewegung und Wahrnehmung sind zentrale Fähigkeiten, die das Kind braucht, um den Alltag meistern zu können. Kinder brauchen Bewegungserfahrungen, wodurch die Wahrnehmungen (Visuell - Auge, auditiv - Ohren, seriell - Reihenfolge, räumlich - Raumorientierung) geschult werden. Genau dies deckt die Motopädagogik ab. Wir geben Kindern die Möglichkeit sich selbstgewählt zu bewegen. Es werden Aufgaben gestellt und die Kinder finden dazu ihre eigenen Lösungswege nach ihrem jeweiligen Können, aber auch nach ihrer Lust.

Motopädagogische Bewegungsstunden fördern das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein der Kinder. Motopädagogik kann als Einheit körperlich-motorischer und psychisch-geistiger Prozesse verstanden werden.

Motopädagogische Förderung verfolgt damit einerseits das Ziel, über Bewegungserlebnisse zur Stabilisierung der Persönlichkeit beizutragen - also das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken-, andererseits soll jedoch auch eine Bearbeitung motorischer Schwächen und Störungen ermöglicht werden. Ziel der Motopädagogik ist es weiters, die Eigentätigkeit des Kindes zu fördern, es zum selbstständigen Handeln anzuregen, durch Erfahrungen in der Gruppe zu einer Erweiterung seiner Handlungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit beizutragen.

Die veränderten Lebensbedingungen unserer Kinder, eingeschränkte Spiel- und Lernräume, zunehmender Fernseh- und Medienkonsum, verändertes Familien- und Erziehungsverhalten schränken die kindlichen Lern- und Erfahrungsgelegenheiten so ein, dass in unserem Land ein immer größeres Bedürfnis nach einer motopädagogischen Erziehung entsteht.

Neustart einer Gruppe in Traun ab 23.03.2007 Infos dazu erhalten Sie im Eltern-Kind-Zentrum Kunterbunt Traun (07229/69590).
Weitere Infos zum Thema Motopädagogik erhalten Sie bei Eberth Karin (07229/70128 oder 0664/4517168) und Nicole Strasser (0699/10462284).

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